Donnerstag, 14. Mai 2020

Rezension: Eine Braut für den Earl


[unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar]

Hin und wieder lese ich gern historische Liebesromane und daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich das Ebook „Eine Braut für den Earl“ von der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe. Meine Wertung wird dadurch jedoch nicht beeinflusst.

Buchtitel

Eine Braut für den Earl

Autorin

Michelle Willingham

Verlag

Digital Publishers

Medium: ebook
Seiten: 431
Preis: 4,99 € (Verlag)
Erschienen: 29.08.2019

ISBN: 978-3-96087-818-6

Bewertung: ★★★★☆



Iain Donovan, verarmter Earl auf Ashton ist gezwungen, sich in England eine reiche Braut zu suchen um seine Pächter mit der zu erwartenden großen Mitgift vor dem Verhungern zu retten. Leider wird er auf dem Weg zum Anwesen von Lady Wolcroft, die ihm bei der Brautwerbung Hilfe versprochen hat, ausgeraubt. So kommt er halbnackt auf dem Anwesen von Lady Wolcroft an, die aber leider nicht anwesend ist und auch niemanden über seinen zu erwartenden Besuch informiert hat.

So trifft er bei seiner Ankunft lediglich auf Lady Rose, Enkelin von Lady Wolcroft, die nach einer schweren Erkrankung gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrer psychisch kranken Mutter zurückgezogen auf dem Land lebt. Natürlich bezweifelt Lady Rose, dass der halbnackte Ire ein Earl ist, wie er vorgibt zu sein, denn Iain fehlen die Beweise für seine Behauptung, aber aus Mitleid gestattet sie ihm, im Dienstbotentrakt zu bleiben. Da sie daher zunächst denkt, dass Iain ein Hochstapler ist, verpflichtet sie ihn in den Ställen auszuhelfen bis er seine Herkunft beweisen kann. Doch es dauert nicht lange, da entsteht zwischen Lady Rose und Iain eine Freundschaft. Lady Rose kann seit ihrer schweren Erkrankung nicht mehr laufen, doch Iain ermuntert sie dazu, ihre Übungen zur Stärkung der Muskulatur zu machen und die Hoffnung bald wieder in London tanzen zu können nicht aufzugeben. Sie verspricht ihm dafür, ihm die Feinheiten für den Umgang mit der Londoner Gesellschaft nahezubringen und ihm bei der Suche nach einer geeigneten Braut zu helfen. 

Natürlich kommen sich die Beiden im Laufe der Geschichte näher, doch dann taucht plötzlich Iains Mutter auf, die ihn sein ganzes Leben ignoriert und schlecht behandelt hat, und droht ein Geheimnis zu lüften, dass Iains Ansehen in der Londoner Gesellschaft zunichte machen würde. Dieses Geheimnis ist auch der Grund dafür, warum sie Iain so schlecht behandelt hat.

Diese Wendung macht zwar auf der einen Seite klar, warum Iain so aufgewachsen ist, enthält aber auch einen riesigen Logikfehler. So sagt Iain an einer Stelle des Buches, dass er seinen Vater nie kennengelernt hat, da er bereits vor seiner Geburt ums Leben kam, auf der anderen Seite taucht da plötzlich seine Mutter mit zwei jüngeren (?!) Schwestern in London auf ….

Trotz kleiner Schwächen und Längen hat mir der Roman sehr gut gefallen. Hier muss sich mal nicht eine junge Frau für ihre Familie opfern und eine ungewollte Ehe eingehen, sondern ein junger, gutaussehender Earl. Beide Hauptprotagonisten sind starke Persönlichkeiten, die sich von ihrem Schicksal nicht unterkriegen lassen und sind sehr sympathisch.

Der Schreibstil liest sich gut und ich gebe daher - trotz des großen Logikfehlers zum Ende hin - gern eine Leseempfehlung.

Hier geht es zur Leseprobe.


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