Mittwoch, 23. Januar 2019

Rezension: Hölleluja

Aktuell läuft die 26. Handballweltmeisterschaft der Herren in Deutschland und Dänemark. Deutschland steht vorzeitig im Halbfinale. Das ist Grund genug Euch heute ein Handballbuch vorzustellen. Da eine Freundin von mir sowohl ein begeisterter Handballfan als auch eine Vielleserin ist, lasse ich sie heute zu Wort kommen und überlasse ihr die Vorstellung von Kretzsches Hölleluja!.

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Buchtitel

Hölleluja!
Warum Handball der absolute Wahnsinn ist

Autoren

Stefan Kretzschmar
mit Nils Weber

Verlag

Edel Books

Medium: Softcover
Seitenzahl: 320
Preis: 17,95 € (Verlag | Hugendubel* | Thalia*)
Erschienen: 06.12.2018
ISBN: 978-3-8419-0645-8

Bewertung: ★★★★★



Kerstins Meinung zum Buch

Als Handballfan (SCM) war für mich klar, das neue Buch von Stefan Kretzschmar (geschrieben mit Nils Weber, Sportredakteur der Hamburger Morgenpost) „Hölleluja! – Warum Handball der absolute Wahnsinn ist“ muss ich lesen.

Auf 320 Seiten schreibt Stefan Kretzschmar über seine Liebe zum Handball, seine Anfänge als „Sohn von“, der es nur über Vitamin B in die Kaderschmiede des DDR-Handballs schaffte und seinen weiteren persönlichen Werdegang immer verbunden mit der Geschichte der Handballbundesliga, so wie er sie in den letzten 25 Jahren erlebt hat.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist kein reines Sachbuch zum Thema Handball, auch wenn der natürlich im Mittelpunkt steht. Stefan Kretzschmar würzt es immer wieder mit Anekdoten aus seinem Handballerleben, die mich zum Schmunzeln gebracht haben und mit Blicken in die Kabinen der Handballvereine und der Nationalmannschaft. Auch Privates lässt er nicht aus. Ein Beispiel dafür? Als Spießer hätte ich Stefan Kretzschmar z.B. nie wahrgenommen, aber hier eine Selbsteinschätzung: „Bin ich ein Spießer? War ich eigentlich schon immer, ein Teil von mir jedenfalls, der Stefan, nicht der Kretzsche. Hat nur keiner gemerkt.“

Aber Kretzsche wäre nicht Kretzsche wenn es neben dem Vergnüglichen nicht auch kritische Worte und Anmerkungen, sowohl z. B. für Entwicklungstendenzen des Handballs (Stichwort 7. Feldspieler) aber auch selbstkritische Anmerkungen finden würde: z. B. das er in keinem seiner 218 Länderspiele  die Nationalhymne der Bundesrepublik mitsang. Heute bezeichnet er seine damalige Haltung als „völlig bekloppt“. Er nimmt auch sonst kein Blatt vor den Mund, schreibt über die Spielergehälter und Budgets der Clubs in der HBL oder über Triumphe und Tiefpunkte der Nationalmannschaft. 

Fazit

Das Buch ist für mich typisch Kretzsche, ein sehr gelungenes, unterhaltsames und ehrliches Buch – garantiert nicht nur für Handballfans sehr interessant und absolut lesenswert. 

Ach ja und Handball ist der absolute Wahnsinn, weil dieser Sport „die perfekte Mischung aus Tempo, Dynamik, Athletik, Explosivität, Aggressivität, Spaß, Spannung und jede Menge Emotionen“ ist. 
Oder kurz: „Wenn es nicht kracht, ist es nicht Handball.“ 

Damit ist eigentlich alles gesagt. 

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Für alle Hörbuchfans wäre es sicher toll, wenn es das Buch auch als Hörbuch, gelesen von Kretzsche, geben würde. Das Buch hat auf jeden Fall 5 Sterne verdient.

Nun bleibt mir nur noch, unserer Nationalmannschaft die Daumen zum Einzug ins Finale der Handballweltmeisterschaft 2019 zu drücken.

Wer noch mehr über Kretzsche wissen will, gelangt hier zu seinem Webauftritt.


Wir haben Euer Interesse geweckt? Kaufen könnt Ihr das Buch überall im Buchhandel oder gleich hier bei Amazon*.



Vielen Dank an Edel Books für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 22. Januar 2019

Rezension: Opa Rainer weiß nicht mehr

Kinder und Großeltern gehören zusammen und verbringen oft viel Zeit miteinander. Da ist es wichtig die Kinder auch mit dem Thema Alzheimer und Demenz vertraut zu machen. Im Knesebeck Verlag ist zu diesem Thema ein schönes Kinderbuch erschienen.

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Buchtitel

Opa Rainer weiß nicht mehr

Autorin

Kirsten John

Illustratorin

Katja Gehrmann

Verlag

Knesebeck

Medium: Hardcover
Seitenzahl: 32
Preis: 13,00 € (Verlag | Hugendubel*)
Erschienen: 16.08.2018
ISBN: 978-3-95728-064-0

Bewertung: ★★★★★


Heute haben wir das Kinderbuch Opa Rainer weiß nicht mehr mit unserer Tochter Luise (6) gelesen. 

Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Form von Mia. Sie liebt ihren Opa Rainer und macht mit ihm immer ein Wettrennen zur Schule. Doch in letzter Zeit ist Opa Rainer irgendwie anders. Plötzlich weiß er vieles nicht mehr, findet seine Schuhe nicht oder weiß nicht, wozu der Stecker am Wasserkocher da ist. Als Opa sein Unterhemd über den Pullover zieht, gründet Mia spontan mit ihrem Bruder Paul eine Unterhemdenbande und Opa ist der Anführer. So versucht Mia mit der neuen Situation umzugehen und die Demenz ihres Opas zu verarbeiten.

Durch die verschiedenen Situationen wird den Kinder die Krankheit näher gebracht. Durch die vielen schönen Illustrationen ist das Buch bereits für Kinder ab 5 Jahren geeignet.

Unsere Tochter fand das Buch "ein bisschen komisch" und würde ihm daher 4 ganze und einen dreiviertel Stern geben. 

Fazit:

Alt und Jung gehören zusammen. Das Buch Opa Rainer weiß nicht mehr bereitet die Enkelkinder auf mögliche verwirrende Situationen mit den Großeltern vor.





Vielen Dank an den Knesebeck Verlag für das Rezensionsexemplar.

Montag, 21. Januar 2019

Rezension: Warum der Elefant einen Rüssel hat

Heute möchte ich Euch ein wundervolles Kinderbuch vorstellen. Es ist gerade frisch im Verlag arsEdition erschienen und wir durften es bereits lesen.

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Buchtitel

Warum der Elefant einen Rüssel hat

Autoren

Rudyard Kipling
Elli Woollard

Illustratorin

Marta Altés

Verlag

arsEdition

Medium: Hardcover
Seitenzahl: 96
Preis: 16,00 € (Verlag | Hugendubel*)
Erschienen: 21.01.2019
ISBN: 978-3-8458-2994-4

Bewertung: ★★★★★


Rudyard Kipling lebte von 1865 bis 1936. Er wurde in Indien geboren und schrieb viele Bücher. Dazu zählen auch seine Just So Stories aus dem Jahre 1902. Diese hat Elli Woollard nun in Reimform nacherzählt. 


Doch das Kamel, mit vollem Mund,
sprach: "Nö, och nööö", und gähnte laut.
Die Arbeit tat der kleine Hund,
Kamel lag auf der faulen Haut.


Das Buch fühlt sich in der Hand sehr gut an. Die Vorderseite hat einen Prägedruck und das Buch hat eine strukturierte Oberfläche.

Erzählt werden fünf Geschichten. Dabei werden folgende Fragen beantwortet:
  • Warum der Wal einen engen Hals hat
  • Warum das Kamel einen Höcker hat
  • Warum das Nashorn ein Dickhäuter ist
  • Warum der Elefant einen Rüssel hat
  • Warum die Katze ihre eigenen Wege geht

Die Geschichten werden kindgerecht in Form von Reimen erzählt. Dazu ist das Buch durchgängig farbig von Marta Altés illustriert. Beim Lesen der lustigen und nicht ganz ernst gemeinten Erzählungen merkt man nicht, dass diese ihren Ursprung vor über 100 Jahren haben.

Wir hatten viel Spaß mit dem Buch und haben es im Wechsel vorgelesen. Auf die Frage an unsere Tochter Luise (6), wie ihr das Buch gefallen hat, sagte sie: "Ich gebe ihm 100 Sterne." Damit hat das Buch auf jeden Fall das Prädikat Lesenswert verdient.






Vielen Dank an arsEdition für das Rezensionsexemplar.