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Mittwoch, 15. Dezember 2021

Rezension: Griff nach den Sternen

[unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar]

Neues von der Himmelsscheibe


Vom Ullstein Verlag wurde mir das Buch "Griff nach den Sternen" als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.



Buchtitel

Griff nach den Sternen
Nebra, Stonehenge, Babylon: Reise ins Universum der Himmelsscheibe

Autoren

Harald Meller * Kai Michel

Verlag

Propyläen by Ullstein Buchverlage

Medium: Gebunden
Seitenzahl: 272
Preis: 39,00 € (Verlag | Amazon*)
Erschienen: 31.05.2021

ISBN: 978-3-549-10027-1

Bewertung: ★★★★★



Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer befindet sich aktuell auf seiner Mission "Cosmic Kiss" auf der ISS. Das Logo der Mission ist von der Himmelsscheibe von Nebra inspiriert, von welcher er auch eine Kopie mit zur ISS genommen hat. Harald Meller, Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle, freut es, dass die Himmelsscheibe auf Reisen ins All geht. In seinem neuesten Buch stellt er uns zusammen mit Kai Michel die neuesten Erkenntnisse zu diesem besonderen archäologischen Fundstück vor.

Der Himmel hat die Menschen seit jeher fasziniert. Mit der Himmelsscheibe von Nebra liegt derzeit die älteste konkrete Darstellung des Himmels vor. Seit sie vor 20 Jahren von Harald Meller aus den Händen von Schatzräubern gerettet wurde, haben sich zahlreiche Wissenschaftler auf der ganzen Welt mit ihr beschäftigt. In "Griff nach den Sternen" bekommen wir einen Einblick in die neuesten Erkenntnisse. Dabei erfahren wir u.a. dass die Materialien für die Herstellung der Scheibe aus weit entlegenen Orten stammen. Gemeinsam mit Harald Meller und Kai Michel begeben wir uns auf eine Reise in die Zeit der Himmelsscheibe. Wir besuchen Stonehenge, die Tempel von Babylon, aber auch das Reich der Pharaonen. Es ist erstaunlich, dass es bereits damals vor 5.000 Jahren einen globalen Handel gab. Das belegen zahlreiche Funde auf der ganzen Welt. Wurde über diese Handelsrouten auch das Wissen der Himmelsscheibe nach Nebra gebracht?

In einen sehr interessanten und informativen Buch erfahren wir viel über die Bronzezeit. Dabei fällt es auch Laien leicht, dem Archäologen zu folgen. Der Schreibstil gefällt mir gut und dank zahlreicher Fotos und Zeichnungen kann man sich ein sehr gutes Bild von den beschriebenen Dingen machen. 

Das Buch ist ein Muss für alle Fans der Himmelscheibe von Nebra und auch für alle anderen eine lohnenswerte Lektüre. Wer Lust hat, kann sich anschließend selbst auf eine Reise in das Reich von Nebra begeben und neben dem Fundort der Himmelsscheibe auch weitere interessante Orte in Mitteldeutschland besuchen. 

Uns gefällt das Buch sehr gut und wir vergeben 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.


Mehr zur Himmelsscheibe findet ihr hier: https://www.himmelsscheibe-erleben.de/








Trailer zum Buch von Ullstein Buchverlage


Samstag, 21. Dezember 2019

Lichterwelt Magdeburg

In unserer Landeshauptstadt Magdeburg gibt es vom 25.11.2019 bis zum 02.02.2020 die Lichterwelt zu bestaunen.


Wir haben uns gestern einen Teil davon angesehen. Es gibt mehr als eine Million Lichter, hunderte Kilometer lange Lichterketten und 500 glänzende Christbaumkugeln zu bestaunen. Doch seht selbst. 


Magdeburger Halbkugelversuch




Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Anschließend kann man noch zum Weihnachtsmarkt gehen oder mit dem City Skyliner einen Blick aus 70 m Höhe auf die Stadt werfen.



 Mehr zur Lichterwelt erfahrt ihr auf der Website des Veranstalters.

Donnerstag, 4. Juli 2019

Rezension: Schatzsuche zwischen Saale und Unstrut

[unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar]

Vor 20 Jahren, am 04. Juli 1999, war sie ein Beifang eines Fundes von Raubgräbern. Heute ist die Himmelscheibe von Nebra einer der bedeutendsten archäologischen Funde unserer Zeit. Ende letzten Jahres habe ich Euch bereits das Buch Die Himmelsscheibe von Nebra von Harald Meller vorgestellt (Rezi).

Dieses Buch war für Erwachsene, da es doch sehr ins Detail geht. Als wir nun planten, mit unseren Kinder nach Nebra zu fahren, habe ich ein passendes Kinderbuch gesucht und gefunden. Dieses möchte ich Euch heute vorstellen.


Buchtitel

Schatzsuche zwischen Saale und Unstrut
Lilly, Nikolas und die Himmelsscheibe von Nebra

Autor

Jörg F. Nowack

Verlag

Biber & Butzemann

Medium: Gebunden
Seitenzahl: 112
Preis: 14,50 € (Verlag)
Erschienen: 01.10.2018
ISBN: 978-3-95916-047-6


Bewertung: ★★★★★



Das Buch

Das Buch erzählt die Geschichte einer Familie. Lilly und Nikolas machen mit ihren Eltern Urlaub in Sachsen-Anhalt. Das klingt für die beiden erstmal nicht so toll, doch schnell stellen sie fest, dass es im Ursprungsland der Reformation viel zu entdecken gibt, denn die Saale-Unstrut-Region ist übersät mit historischen Dingen. So gibt es spannende Schlösser und Burgen zu bestaunen, ein Sonnenobservatorium, die Saline der Halloren, eine verwunschene Bibliothek und vieles mehr.

Montag, 24. Dezember 2018

Rezension: Die Himmelsscheibe von Nebra

[unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar]

Im Boden von Sachsen-Anhalt liegen unzählige archäologische Objekte. Ein Großteil der Landesfläche ist Verdachtsfläche. Das muss ich im Rahmen meiner Arbeit als Projektant für Wirtschaftswege immer wieder feststellen.

Der wohl bekannteste Fund der letzten Jahre ist die Himmelscheibe von Nebra, welche 1999 gefunden wurde. Das Original kann man im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) betrachten. In der Nähe des Fundortes wurde die Arche Nebra geschaffen, in der man sich über alles Wichtige zur Himmelscheibe informieren kann.

Arche Nebra in der Abenddämmerung
Das beleuchtete Besucherzentrum hat gegen Abend eine ganz besondere
Wirkung. Copyright: Arche Nebra, Foto: janbitter.de

Großskulpturen
Sonne, Mond und Sterne – Großskulpturen bilden Elemente der
Himmelsscheibe nach. – Copyright: Arche Nebra, Foto: J. Lipták

In der Nähe gibt es noch einen Aussichtsturm und direkt an der Fundstelle, das Himmelsauge. Einen Besuch der Einrichtungen kann ich empfehlen.

In den letzten Jahren sind viele Bücher zum Thema Himmelscheibe erschienen, doch nun gibt es endlich ein Buch mit Informationen aus erster Hand, denn Prof. Dr. Harald Meller, der Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte und Kai Michel, Historiker und Literaturwissenschaftler haben gemeinsam das Buch Die Himmelscheibe von Nebra - Der Schlüssel zu einer untergegangenen Kultur im Herzen Europas veröffentlicht.


Buchtitel

Die Himmelsscheibe von Nebra
Der Schlüssel zu einer untergegangenen Kultur im Herzen Europas

Autoren

Harald Meller * Kai Michel

Verlag

Propyläen by Ullstein Buchverlage

Medium: Gebunden
Seitenzahl: 384
Preis: 25,00 € (Verlag | Amazon*)
Erschienen: 21.09.2018
ISBN: 978-3-549-07646-0

Bewertung: ★★★★★




Das Buch über die Himmelscheibe von Nebra ist in erster Linie ein Sachbuch, doch auf Grund der Umstände, wie das archäologische Objekt in den Besitz des Landesmuseums kam, beginnt das Buch wie ein Kriminalroman.

Die Himmelscheibe wurde 1999 von Sondengängern am Mittelberg gefunden und illegal verkauft, denn Sachsen-Anhalt gehört zu den sogenannten Schatzregalen, somit gilt: "Bewegliche Kulturdenkmale, die herrenlos sind oder die so lange verborgen gewesen sind, dass ihr Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist, werden mit der Entdeckung Eigentum des Landes..." (§12 Abs. 1, DSchG LSA).

Harald Meller beschreibt, wie er der Himmelscheibe auf die Spur gekommen ist und diese letztlich mit Unterstützung der Polizei für das Museum retten konnte.

"Um das Jahr 1600 vor Christus im Boden vergraben, handelt es sich bei der Scheibe aus Bronze und Gold um die älteste bisher gefundene konkrete Darstellung des Himmels."

Auf Grund der Aussagen der Finder sowie der hinterlassenen Spuren, wurde der Fund nachgestellt. Im weiteren berichtet das Buch über die ausführlichen Untersuchungen der Himmelsscheibe. Dabei werden mögliche Deutungen über den Sinn der Darstellungen auf der Scheibe besprochen. Die Beschreibungen sind dabei unterhaltsam gehalten. Oft wird weit ausgeholt, was aber aus meiner Sicht als archäologischer Laie durchaus nützlich ist, um die Erklärungen besser zu verstehen. Sehr gut wird beschrieben, wie selbst die einzelnen Materialien der Scheibe auf ihre Zusammensetzung und mögliche Herkunft untersucht wurden.
Da der Fund aus einer Zeit ohne schriftliche Aufzeichnungen stammt, ist es besonders schwer die Rätsel der Himmelscheibe zu lösen.

Das Buch ist in die Teile Der geschmiedete Himmel und Das Reich der Himmelscheibe unterteilt. Während der erste Teil über den Fund und die Untersuchungen berichtet, widmet sich der zweite Teil des Buches der Zeit, in der die Himmelsscheibe erschaffen wurde.

Verteilt über das ganze Buch gibt es auch immer wieder ergänzende Darstellungen zum jeweiligen Thema.




Am Ende des Buches gibt es noch Informationen zu den Ausstellungen rund um die Himmelsscheibe.


Fazit

Mir hat das Buch über die Himmelsscheibe sehr gut gefallen. Obwohl ich bereits die Ausstellung im Landesmuseum sowie die Arche Nebra besucht habe, konnte ich noch viel Neues und vor allem Interessantes über dieses bedeutende Fundstück erfahren.


Hinweis:

Am Samstag, den 19. Januar 2019 findet in der Arche Nebra eine Autorenlesung statt. Weitere Infos gibt es auf der Seite der Arche (Link).


Weiterführende Verweise:

Hier könnt ihr das Buch bei Amazon* kaufen:



Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar.