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Freitag, 15. Juli 2022

Hörbuch: Tränenpalast (Berlin Friedrichstraße 2)

[unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar]

Die geteilte Stadt



Nachdem ich "Novembersturm" (Rezi) von Ulrike Schweikert gehört hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass mir der Argon Verlag den zweiten Teil "Tränenpalast" als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.



Buchtitel

Tränenpalast

Autorin

Ulrike Schweikert

Verlag

Argon Verlag

Sprecherin

Sabine Arnhold

Medium: mp3
Spielzeit: 16 h 8 min (ungekürzt)
Preis: 29,95 € (Verlag | Amazon*)
Erschienen: 25.05.2022

ISBN: 978-3-7324-1906-7

Bewertung: ★★★★★


Nachdem wir in "Novembersturm" den Bau des Bahnhofs Friedrichstraße miterlebt haben, erleben wir diesmal die letzten Kriegsjahre. Während Ella in Berlin bleibt, taucht ihr Sohn Michael unter und geht nach Moskau. Nach Kriegsende sind Großteile der Berliner Wohnungen zerstört. Lilli, die Tochter von Robert und Luise zieht mit ihren Zwillingen Anna und Carla sowie Ella in eine Wohnung. Johannes ist während des Krieges nach Frankreich geflohen und taucht plötzlich wieder in Berlin auf. Er will seinen alten Kiosk am Bahnhof wieder aufbauen und in Betrieb nehmen. 

Da der Bahnhof Friedrichstraße direkt an der neu entstandenen Zonengrenze steht, gehört plötzlich ein Teil zu Ost- und ein Teil zu Westberlin. Zunächst ist dies kein Problem, doch im Laufe des Buches erleben wir, wie sich Ost und West immer mehr von einander lösen. Zunächst durch die Währungsreform und später durch den plötzlichen Mauerbau. Letzterer sorgt auch dafür, dass ein Teil der Protagonisten im Westen und ein Teil im Osten festsitzt. Als die Zwillinge älter werden, müssen sie erleben, wie die Partei immer mehr Einfluss auf das Leben der DDR-Bürger nimmt. Daher beschließt Carla in den Westen zu fliehen. Doch die Flucht verläuft anders als geplant...

Auch der zweite und letzte Teil wird wieder spannend erzählt. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Ihre Geschichte mit fiktiven Charakteren hat sie wieder hervorragend mit real existierenden Personen und dem geschichtlichen Hintergrund verwoben. So hat z.B. Michael nach seiner Rückkehr aus Moskau direkt mit Erich Mielke zu tun. Man merkt, dass sich Ulrike Schweikert im Vorfeld intensiv mit der deutsch-deutschen Geschichte beschäftigt hat. Grundlage für ihr Buch waren u.a. zahlreiche Zeitzeugenberichte. Besonders Lilli trifft es sehr stark. Erst muss sie erleben, wie die russischen Truppen mit den deutschen Frauen umgehen, dann wird sie durch den Mauerbau von ihrem Freund getrennt und später treibt die Partei ihre Kinder zur Flucht. Am Ende des Buches erfährt sie außerdem noch die Wahrheit über den Vater ihrer Kinder.

Mir hat das Hören des zweiten Teils wieder sehr viel Freude bereitet. Gelesen wurde es erneut von Sabine Arnhold. Mit ihrer ausdrucksstarken Lesart, kam während der 16 Stunden keine Langeweile auf. Von mir gibt es daher auch diesmal wieder 5 von 5 Sterne. Ich kann die beiden Hörbücher jedem geschichtsinteressierten Hörer empfehlen.


Berlin Friedrichstraße
  1. Novembersturm (Rezi)
  2. Tränenpalast

Sonntag, 16. Januar 2022

Hörbuch: Novembersturm

[unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar]

Ein gelungener historischer Roman


Heute möchte ich euch den ersten Band der Familiensaga "Berlin Friedrichstraße" vorstellen. Das Hörbuch wurde mir vom Argon Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Buchtitel

Novembersturm

Autorin

Ulrike Schweikert

Verlag

Argon Verlag

Sprecherin

Sabine Arnhold

Medium: 2 mp3-CDs
Spielzeit: 10 h 55 min (autorisierte Lesefassung)
Preis: 19,95 € (Verlag | Amazon*)
Erschienen: 29.09.2021

ISBN: 978-3-8398-1905-0

Bewertung: ★★★★★


Luise, Johannes und Robert sind Freunde. Gemeinsam mit dem Hinterhofkind Ella verbringen sie viel gemeinsame Zeit. Luise verliebt sich in Johannes, doch auch Robert verehrt das Mädchen. Doch dann kommt der erste Weltkrieg und Robert und Johannes müssen an die Front. Robert kehrt aus dem Krieg zurück, doch von Johannes fehlt jede Spur. Als Robert 1920 den Auftrag zur Umgestaltung des Bahnhofs Friedrichstraße erhält, macht er Luise einen Heiratsantrag.

Johannes befindet sich derweil in Frankreich. Er wurde schwer verwundet und wird von einer Französin gerettet. Als er nach Jahren zurück nach Berlin kommt, ist das ausgerechnet der Tag der Hochzeit von Robert und Luise...

Ulrike Schweikert entführt uns in die 1920er Jahre Berlins. Wir begleiten die jungen Leute Luise, Ella, Robert und Johannes. Sie erzählt eine Geschichte von Liebe, Schmerz und Leid. Im Mittelpunkt steht Luise. Als sie auf ihrer Hochzeit Johannes sieht, hält sie ihn für ein Trugbild und konzentriert sich auf ihr Ehe mit Robert. Sie wünschen sich beide ein Kind, doch das soll einfach nicht klappen. Robert leidet offenbar noch unter den Folgen des Krieges. Doch dann klappt es doch noch und für Luise beginnt eine Zeit zwischen Freude und Enttäuschung. Ihr Ehemann Robert kündigt ohne sie zu Fragen ihre Arbeit und verlangt, dass sie sich nun ausschließlich um das Kind kümmert.

Der Erzählstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Die Geschichte ist kurzweilig und interessant. Es gelingt ihr sehr gut die Familiengeschichte mit dem historischen Hintergrund zu verweben. Wir erfahren auch einiges von Roberts Arbeit als Architekt, was mich als Bauingenieur gefreut hat. Gelesen wird das Buch von Sabine Arnhold. Dank ihrer ausdrucksstarken Lesart, kann man sehr gut in das Geschehen rund um den Bahnhof Friedrichstraße eintauchen. 

Mir hat das Hören des ersten Teils viel Spaß bereitet und während man mit den Figuren mitfiebert, muss man feststellen, dass es nicht immer ein Happy End geben kann. Ich vergebe für das Hörbuch 5 von 5 Sterne und freue mich schon auf die Fortsetzung.



Berlin Friedrichstraße
  1. Novembersturm
  2. Tränenpalast (Rezi)