Donnerstag, 24. September 2026

Rezension: Verräterische Flut

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Ein Container, eine Leiche und jede Menge offene Fragen


Mit „Verräterische Flut“ setzen Amy Nordberg und André Wegmann ihre Reihe „Die Ostfriesland-Morde“ fort. Nachdem ich bereits den ersten Band „Mörderische Tide“ gelesen habe, war ich gespannt, wie es mit Kriminalhauptkommissar Robert Strater und der Tätowiererin Antonella „Kante“ Lestrato weitergeht.


Buchtitel

Verräterische Flut

Autoren

Amy Nordberg, André Wegmann

Verlag

dp Verlag

Medium: eBook
Seitenzahl: 371
Preis: 2,99 € (Verlag | Amazon*)
Erschienen: 27.08.2026

ISBN: 978-3-69090-567-1

Bewertung: ★★★★☆



Worum geht es?


An einem stürmischen Herbsttag wird am Strand von Norddeich ein Frachtcontainer angespült. Im Inneren befindet sich die Leiche eines Mannes. Schnell wird klar, dass der Tote offenbar gefoltert wurde. Auffällig sind zudem seine zahlreichen Tätowierungen.

Die Ermittlungen übernimmt erneut Kriminalhauptkommissar Robert Strater. Da es kaum Hinweise auf die Identität des Opfers oder mögliche Täter gibt, sucht er die Unterstützung von Antonella „Kante“ Lestrato, die er bereits aus dem ersten Fall kennt.

Kante ist jedoch alles andere als begeistert. Schließlich hat sie derzeit selbst genug Probleme. Direkt gegenüber hat ein neues Tattoostudio eröffnet und zahlreiche Kunden bleiben inzwischen aus.

Auch Strater hat es nicht leicht. Die Ermittlungen kommen kaum voran und gleichzeitig steckt seine Ehe in einer tiefen Krise. Als sein Vorgesetzter ihn schließlich von dem Fall abzieht und beurlaubt, weigert sich Strater aufzugeben.

Besonders die Spur zu einer Prostituierten lässt ihm keine Ruhe. Er befürchtet, dass auch sie in Gefahr schwebt. Gemeinsam mit Kante beginnt er deshalb privat weiter zu ermitteln.

Ihre Nachforschungen führen die beiden immer tiefer in ein Milieu aus Drogenhandel, Prostitution und organisierter Kriminalität. Als zudem illegale Elektronikbauteile auftauchen, geraten Strater und Kante schließlich selbst ins Visier gefährlicher Gegner.

Meine Meinung


Mit „Verräterische Flut“ liefern Amy Nordberg und André Wegmann erneut einen spannenden Ostfriesland-Krimi ab. Die Geschichte beginnt bereits mit einem interessanten Szenario und schafft es schnell, Neugier auf die Hintergründe des Falls zu wecken.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Beziehung zwischen Strater und Kante weiterentwickelt wird. Bereits im ersten Band war ihr Zusammenspiel eine der großen Stärken der Reihe. Auch diesmal sorgen ihre unterschiedlichen Charaktere für interessante Dynamik und einige gelungene Dialoge.

Der Kriminalfall selbst entwickelt sich stetig weiter und eröffnet immer neue Spuren. Dabei gelingt es den Autoren, verschiedene Themen wie Drogenhandel, Prostitution und organisierte Kriminalität glaubwürdig miteinander zu verknüpfen.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig. Die Kapitel lassen sich schnell lesen und sorgen dafür, dass man immer wissen möchte, wie es weitergeht. Gerade im letzten Drittel nimmt die Spannung noch einmal deutlich zu, sodass das Buch nur schwer aus der Hand zu legen ist.

Wer bereits den ersten Band gelesen hat, wird sich zudem über das Wiedersehen mit den bekannten Figuren freuen. Zwar funktioniert die Handlung grundsätzlich auch eigenständig, doch die Vorgeschichte von Strater und Kante kennt man nach dem Auftakt natürlich besser.

Fazit


Mit „Verräterische Flut“ gelingt Amy Nordberg und André Wegmann eine gelungene Fortsetzung ihrer Ostfriesland-Krimireihe. Spannende Ermittlungen, interessante Figuren und die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Strater und Kante sorgen für kurzweilige Unterhaltung.

Mir hat die Geschichte gut gefallen und ich bin gespannt, wie es mit den beiden im nächsten Fall weitergeht.




Die Ostfriesland-Morde

Weitere Bücher von Amy Nordberg


Die Autoren


Amy Nordberg hat während einer Reise zu sich selbst mit dem Schreiben begonnen und kann seither die Finger nicht mehr davon lassen. Wenn sie nicht gerade ihrem Kater als Unterlage dient und in die Tasten haut, dann streift sie mit ihrer Hündin durch die Natur und denkt sich dabei den nächsten Plot aus. Besonders interessiert sie sich für die menschliche Psyche – und deren Untiefen. Nebenher forscht und arbeitet sie auch, aber das ist eine ganz andere Geschichte.
[Quelle: dp Verlag]

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André Wegmann wurde 1978 in der norddeutschen Kleinstadt Friesoythe geboren, wo er auch heute wieder lebt. Seit 2011 arbeitet er als freiberuflicher Texter und Autor. Er hat bereits über zehn Horrorromane und Thriller veröffentlicht. Sein Horrorthriller „Dschinn“ gewann 2020 den renommierten Skoutz-Award in der Rubrik „Horror“. Wenn der Autor nicht gerade mit den Fingern in die Tastatur haut, überlegt er sich beim Sport oder bei Ausflügen in die Natur, wie er seine Leser zukünftig unterhalten kann.
[Quelle: dp Verlag]

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Das eBook wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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