Eine Liebeserklärung an Bücher und ihre Leser
Vor zwei Jahren erschien mit „Der Buchspazierer“ von Carsten Henn ein Roman, der viele Leser begeisterte und später sogar verfilmt wurde. Nun erzählt der Autor die Geschichte um den Buchspazierer und die junge Schascha noch einmal neu, diesmal als Kinderbuch für Leserinnen und Leser ab 9 Jahren.
Da ich den ursprünglichen Roman selbst nicht gelesen habe, mich aber die Verfilmung begeistern konnte, war ich besonders neugierig auf diese Umsetzung. Nach dem Lesen kann ich sagen: Die Geschichte funktioniert auch als Kinderbuch hervorragend.
Schascha und der Buchspazierer
Autor
Carsten Henn
Illustratorin
Annelie Schulze
Verlag
Oetinger Verlag
Medium: Gebunden
Seitenzahl: 176
Erschienen: 14.08.2026
ISBN: 978-3-7512-0886-4
Bewertung: ★★★★★
Worum geht es?
Die neunjährige Schascha liebt Bücher über alles. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie allein mit ihrem Vater. Aus dem Fenster ihres Zimmers blickt sie direkt auf den Münsterplatz. Dort beobachtet sie regelmäßig einen älteren Herrn, der die Buchhandlung „Am Stadttor“ verlässt und Bücher zu seinen Kunden bringt.
Für Schascha ist schnell klar: Das ist der Buchspazierer.
Eines Tages fasst sie sich ein Herz und läuft einfach neben ihm her. So kommen die beiden ins Gespräch und schon bald darf Schascha ihn auf seinen Touren begleiten.
Dabei erfährt sie, dass Herr Kollhoff seinen Stammkunden besondere Spitznamen gegeben hat. Diese stammen allesamt aus bekannten Büchern und passen auf erstaunliche Weise zu den jeweiligen Menschen. So besucht er unter anderem Mr. Darcy, Effi Briest, Frau Langstrumpf, Herkules und Schwester Amaryllis.
Während ihrer gemeinsamen Besuche merkt Schascha schnell, dass hinter jeder Haustür eine eigene Geschichte steckt. Die Menschen haben unterschiedliche Sorgen, Wünsche und Bedürfnisse. Am liebsten würde sie jedem genau das richtige Buch bringen, um ihm zu helfen.
Doch als ihr Vater erfährt, dass sie mit einem fremden älteren Mann unterwegs ist, verbietet er ihr den Kontakt zum Buchspazierer.
Meine Meinung
Carsten Henn gelingt es sehr gut, die Geschichte für junge Leser aufzubereiten. Die Handlung wird kindgerecht erzählt, ohne dabei ihren besonderen Charme zu verlieren.
Besonders gefallen hat mir die große Liebe zu Büchern, die auf jeder Seite spürbar ist. Das Buch zeigt eindrucksvoll, dass Geschichten Menschen verbinden können und dass Bücher oft genau zur richtigen Zeit die richtigen Begleiter sind.
Auch die Figuren sind sehr gelungen. Schascha ist neugierig, mutig und liebenswert. Durch ihre offene Art lernt sie die unterschiedlichsten Menschen kennen und entdeckt, dass jeder seine ganz eigene Geschichte mit sich trägt.
Wunderbar ergänzt wird die Erzählung durch die Illustrationen von Annelie Schulze. Sie passen hervorragend zur Geschichte und lockern das Buch zusätzlich auf. Gerade für junge Leser macht das das Lesen noch angenehmer.
Obwohl ich den ursprünglichen Roman nicht gelesen habe, kenne ich die Verfilmung und habe beim Lesen viele Parallelen wiedererkannt. Meiner Meinung nach ist die Übertragung in ein Kinderbuch sehr gut gelungen.
Fazit
„Schascha und der Buchspazierer“ ist eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Bücher und die kleinen Wunder des Alltags. Carsten Henn erzählt sie kindgerecht und mit viel Herz.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe volle 5 Sterne eine klare Kaufempfehlung.
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| Frau Langstrumpf und Herkules |
Der Autor
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| ⓒ Mirko Polo |
Er ist Autor zahlreicher erfolgreicher Kriminalromane und Liebeskomödien. Sein Roman „Der Buchspazierer“ stand über zwei Jahre auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. „Die Goldene Schreibmaschine“ ist sein erstes Buch für Kinder.
[Quelle: Oetinger Verlag]
Die Illustratorin
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| privat |
Das Buch wurde uns von Vorablesen.de und dem Oetinger Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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