Urlaub, Abenteuer und die Legende von Vineta
Sagenhafte Ferien auf Usedom
Lilly, Nikolas und das Geheimnis der versunkenen Stadt
Autoren
Steffi Bieber-Geske, Kerstin Groeper
Illustratorin
Sabrina Pohle
Verlag
Biber & Butzemann
Medium: Gebunden
Seitenzahl: 128
Erschienen: 22.03.2026
ISBN: 978-3-95916-155-8
Bewertung: ★★★★★
Während meines Usedom-Urlaubs habe ich ein weiteres Buch gelesen, das perfekt zum Reiseziel passte:
„Sagenhafte Ferien auf Usedom – Lilly, Nikolas und das Geheimnis der versunkenen Stadt“.
Der Kinderreiseführer ist in Form einer spannenden Geschichte geschrieben. Die Geschwister Lilly und Nikolas verbringen gemeinsam mit ihren Eltern ihren Urlaub in Karlshagen auf der Sonneninsel Usedom. Während ihrer Ferien unternehmen sie zahlreiche Ausflüge und lernen viele interessante Orte der Insel kennen.
Natürlich dürfen dabei die berühmten Kaiserbäder nicht fehlen. Außerdem erfahren die Kinder viel über die Legende der versunkenen Stadt Vineta, deren Überreste sich vor der Küste von Koserow befinden sollen.
In Karlshagen lernen Lilly und Nikolas den gleichaltrigen Lukas kennen. Als dieser mit seinem Fahrrad unterwegs ist, kommt es zu einem Unfall mit Fahrerflucht. Zum Glück sind die Geschwister in der Nähe und können schnell Hilfe holen. Anschließend beschließen die Kinder, selbst Nachforschungen anzustellen und das Fahrzeug zu finden, das ihren neuen Freund angefahren hat.
So wird aus dem Reiseführer gleichzeitig auch ein spannender kleiner Urlaubskrimi.
Meine Meinung
Wir haben bereits mehrere Reiseführer mit Lilly und Nikolas gelesen und auch dieser Band hat uns wieder sehr gut gefallen.
Besonders gelungen finde ich die Verbindung aus spannender Geschichte und interessanten Informationen über die Insel Usedom. Kinder lernen ganz nebenbei zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Region kennen, ohne das Gefühl zu haben, einen klassischen Reiseführer zu lesen.
Sehr positiv ist mir außerdem aufgefallen, wie die Autorinnen das Thema Autismus in die Handlung integriert haben. Lukas ist Asperger-Autist. Die jungen Leserinnen und Leser erfahren im Laufe der Geschichte ganz selbstverständlich, was ihn besonders macht.
Steffi Bieber-Geske setzt sich seit Jahren für mehr Diversität in Kinderbüchern ein. Auch hier gelingt ihr dies auf eine sehr natürliche Weise. Es wird nicht mit dem Finger auf Unterschiede gezeigt. Stattdessen wird vermittelt, dass Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen ganz selbstverständlich Teil unserer Welt und unserer Geschichten sind.
Die liebevollen Illustrationen von Sabrina Pohle runden das Buch gelungen ab und sorgen zusätzlich für Lesefreude.
Fazit
„Sagenhafte Ferien auf Usedom – Lilly, Nikolas und das Geheimnis der versunkenen Stadt“ ist eine gelungene Mischung aus Kinderreiseführer, Abenteuergeschichte und Krimi.
Das Buch vermittelt Wissenswertes über Usedom, erzählt eine spannende Geschichte und setzt gleichzeitig wichtige Impulse für mehr Vielfalt und Inklusion in Kinderbüchern.
Die Buchreihe rund um Lilly und Nikolas wurde 2025 mit dem International Travel BookAward in der Kategorie „Reisen mit Kind“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung unterstreicht die gelungene Verbindung von spannend erzählten Geschichten und kindgerechter Wissensvermittlung.
Zusätzlich stehen auf eduki.com kostenlose Unterrichtsmaterialien für die 4. Klasse sowie Quizfragen auf Antolin.de zur Verfügung.
Uns hat das Buch sehr gut gefallen und wir empfehlen es gerne weiter.
Von uns gibt es 5 von 5 Sternen.
Weiterführende Links zu den Ausflugszielen
Weitere Bücher der Reihe
- Abenteuer an der Lübecker Bucht - Lilly, Nikolas und die Ostsee-Indianer
- Schatzsuche zwischen Saale und Unstrut - Lilly, Nikolas und die Himmelsscheibe von Nebra
- Neue Abenteuer auf Rügen – Lilly, Nikolas und die Kraniche
Die Autoren
Steffi Bieber-Geske, Jahrgang 1978, schreibt seit ihrem 16. Lebensjahr – zunächst für Tageszeitungen, später für verschiedene Unternehmen und Organisationen. Die Journalistin studierte Publizistik, Psychologie und Neuere Deutsche Literatur – mit dem Schwerpunkt Kinderbücher und Märchen – an der Freien Universität und der Humboldt-Universität Berlin. Heute lebt die Mutter von zwei Söhnen mit ihrer Familie am Stadtrand von Berlin und an der dänischen Ostsee. Sie schreibt und verlegt erfolgreich Kinderbücher.
[Quelle: Biber & Butzemann]
Kerstin Groeper, 1961 in Berlin geboren, lebte einige Zeit in Kanada. Dort entdeckte sie ihre Liebe zur indianischen Kultur. Sie spricht Lakota, die Sprache der Teton-Sioux, und hält regelmäßig Vorträge und Seminare über Sprache, Kultur und Spiritualität der Lakota-Indianer. Seit 2009 ist Kerstin Groeper Moderatorin der Karl May Festtage in Radebeul. Die Sozialpädagogin arbeitet als Journalistin für verschiedene Zeitschriften, schreibt historische Romane und Kinderbücher zum Thema „Indianer“ sowie Ferienabenteuer aus Deutschland. Die Mutter dreier Kinder – inzwischen auch Oma – lebt mit ihrem Mann und dem jüngsten Sohn in der Nähe von München. Ihre Großmutter war allerdings eine echte Friesin, ihre Ahnenreihe lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen.
Die Illustratorin
Sabrina Pohle, Jahrgang 1984, entdeckte in ihrer frühen Jugend ihr Interesse am Zeichnen, aus dem sich über die Jahre eine Leidenschaft für Illustration und sequenzielle Kunst entwickelte. Sie experimentierte zunächst viel mit traditionellen Maltechniken und Materialien wie Aquarell, Kohle und Pastellkreiden. Seit einiger Zeit nutzt Sabrina Pohle auch digitale Medien, um ihre Werke zu erstellen. Die studierte Japanologin arbeitet als freiberufliche Illustratorin in Hamburg.
Das Buch wurde uns von Biber & Butzemann als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
.jpg)

.jpg)
.jpg)

.jpg)
.jpg)
.jpg)



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen