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Zwischen Dorfjugend, Freundschaft und einem düsteren Geheimnis
Mit „Spielverderberin“ legt Marie Menke ihr Debüt vor. Begonnen hat die Autorin bereits 2016 mit ersten Texten – kurz nach dem Abitur. Während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in einer Jugendherberge kam sie mit vielen Jugendlichen ins Gespräch und hörte zahlreiche Geschichten. Einige dieser Eindrücke sind später in ihren Roman eingeflossen. Für die Veröffentlichung bei KiWi wurde das Manuskript noch einmal umfassend überarbeitet.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Sophie, Lotte und Romy. Die drei Freundinnen leben im Süthland, gehen gemeinsam zur Schule und bereiten sich auf das Abitur vor. Während Sophie und Lotte dort aufgewachsen sind, ist Romy erst aus München zugezogen.
Die Freundinnen haben Pläne für die Zukunft. Nach dem Abitur möchten sie ihr Leben und ihre Freundschaft in Köln fortsetzen. Doch die Vergangenheit wirft lange Schatten.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Sophie erzählt und spielt auf zwei Zeitebenen. Einerseits begleitet man die drei Freundinnen während ihrer Schulzeit, andererseits vier Jahre später. Durch diesen Wechsel entstehen interessante Kontraste zwischen dem Leben auf dem Dorf und der Anonymität der Großstadt.
Schon früh wird deutlich, dass in der Vergangenheit etwas passiert ist. Romy musste kurz vor dem Abitur ins Krankenhaus und trägt seitdem Schrauben im Kopf. Immer wieder tauchen Erinnerungen an einen Vorfall auf, der mit einem Keller und Romys Verletzung zusammenhängt. Was damals tatsächlich geschehen ist, bleibt jedoch bis zum Schluss ein Geheimnis.
Meine Meinung
Der Roman lebt von seinen Figuren und den Beziehungen zwischen ihnen. Die Freundschaft von Sophie, Lotte und Romy steht dabei klar im Mittelpunkt.
Besonders gelungen fand ich die Erzählweise mit den zwei Zeitebenen. Dadurch bleibt die Geschichte lange spannend, denn nach und nach setzt sich das Bild der Vergangenheit zusammen. Obwohl man früh erfährt, dass etwas Schlimmes passiert sein muss, bleibt die Auflösung bis zum letzten Kapitel offen.
Der Schreibstil von Marie Menke unterscheidet sich von vielen Büchern, die ich bislang gelesen habe. Gerade das hat mir jedoch gut gefallen. Die Autorin schafft es, ihre Figuren glaubwürdig darzustellen, sodass man sich gut in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen kann.
Das Buch hat mich während meiner Bahnfahrten von und zur Arbeit bestens unterhalten und dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte.
Fazit
Die wechselnden Zeitebenen sorgen für Spannung bis zum Schluss und machen neugierig auf die Auflösung.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und die volle Bewertung: 5 von 5 Sternen.
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