Ein Mordfall im Miniaturwunderland
In Hamburg gibt es das bekannte Miniaturwunderland. Ein Teil davon ist der fiktive Ort Knuffingen – und genau hier spielt die neue Buchreihe von Jo Fischler.
Kommissar Jojo Wunder lebt im beschaulichen Knuffingen. Als er eines Tages bei seiner Mutter zum Essen ist, bemerkt er schnell, dass etwas nicht stimmt. Seine Mutter ist völlig aufgelöst, denn ein Zeitungskritiker hat ihr Restaurant „Wunderküche“ äußerst schlecht bewertet.
Als Jojo sich die Kritiken genauer ansieht, stellt er fest, dass auch andere Betriebe betroffen sind. Darunter der Blumenladen „Blütenzauber“ von Liora Märklin oder der städtische Bauhof.
Am nächsten Tag wird Jojo zu einem Tatort im Wald gerufen. Dort hat die Feuerwehr eine Leiche entdeckt. Bei dem Toten handelt es sich um den Journalisten Friedrich Frank – genau den Kritiker, der zuvor für Aufsehen gesorgt hat.
Am Tatort finden sich zahlreiche Spuren, wodurch der Kreis der Verdächtigen zunächst sehr groß ist.
Meine Meinung
Jo Fischler erzählt mit Klein aber tot einen unterhaltsamen Cosy-Krimi, der mit viel Charme und Humor überzeugt.
Besonders spannend wird es dadurch, dass auch Jojos Mutter zu den Verdächtigen gehört. Seine Ermittlungen führen ihn zu Fragen, die er eigentlich gar nicht stellen möchte – etwa, ob seine Mutter eine Affäre mit dem Opfer hatte. Als sie schließlich verschwindet und auch weitere Bewohner von Knuffingen plötzlich unauffindbar sind, wird der Fall immer verzwickter.
Bereits im ersten Band lernt man viele skurrile und interessante Figuren kennen. Dazu gehört unter anderem Bäcker Samuel, der seinen Kunden orakelhafte Sprüche mit auf den Weg gibt, oder Dr. Bohne mit ihrem gelben Volvo. Auch Jojos bester Freund Ecki sowie die Gräfin von Löwenstein sorgen für eine lebendige und abwechslungsreiche Geschichte.
Zusätzlich zum Mordfall sorgt auch ein Feuerteufel, der sein Unwesen treibt, für weitere Spannung. Die Geschichte ist durchgehend unterhaltsam, überrascht mit einigen Wendungen und bleibt dabei bis zum Ende schlüssig aufgelöst.
Fazit
Klein aber tot – Ein Knuffingen-Krimi ist ein gelungener Auftakt mit viel Charme, Humor und Spannung.
Besonders gut gefällt mir die Idee, die Handlung im fiktiven Knuffingen aus dem Miniaturwunderland anzusiedeln. So bekommt man direkt Lust, beim nächsten Besuch in Hamburg einen genaueren Blick darauf zu werfen – vielleicht entdeckt man ja den einen oder anderen Ort oder Charakter wieder.
Von mir gibt es eine klare Empfehlung und die volle Bewertung: 5 von 5 Sternen.
Knuffingen-Krimi
- Klein aber tot
Der Autor
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| LBM 2026 |
[Quelle: Rowohlt Verlag]
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Das Buch wurde mir vom Rowohlt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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