Eine grandiose Fortsetzung
Heute möchte ich den zweiten Band der Dorn-Reihe vorstellen. Er heißt „Dorn – Ruf der Toten – Zimmer 203“ von Jan Beck. Das Buch konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe die 474 Seiten in nur vier Tagen durchgelesen.
Simon Dorn lebt weiterhin im heruntergekommenen Hotel Dornwald, das immer mehr verfällt. Als er den Kauf eines Ersatzteils für das alte Motorrad seines Großvaters plant und dafür seinen Kontostand überprüft, entdeckt er plötzlich eine Überweisung über 20.000 Euro. Als Verwendungszweck sind lediglich eine Handynummer und der Messenger-Dienst Telegram angegeben. Das Geld stammt von Susanne Roth, einer bekannten TV-Psychologin.
Dorn nimmt Kontakt zu ihr auf und sie bittet ihn um Hilfe. Der weitere Austausch erfolgt ausschließlich über Telegram. Da ihm die Sache merkwürdig vorkommt, schickt er Lea Wagner zu Roth. Dort erwartet sie allerdings ein schockierender Anblick: Susanne Roth ist tot. Verdurstet sitzt sie neben einem Hochleistungscomputer, auf dem offenbar eine Künstliche Intelligenz läuft.
Zur gleichen Zeit verschwindet der Arzt Michael Bergmann auf dem Heimweg spurlos. Auch er nimmt Kontakt zu Dorn auf. Schnell wird klar, dass die Fälle miteinander verbunden sind und sich hinter allem weit mehr verbirgt, als zunächst zu erkennen ist.
Jan Beck erzählt diesen überaus spannenden Thriller in mehreren parallelen sowie einem zeitversetzten Erzählstrang. Durch die ständigen Wechsel zwischen dem Kriminalpsychologen Simon Dorn, dem Chirurgen Michael Bergmann, der Polizistin Lea Wagner, der Journalistin Tamara Weigert und dem Polizisten Nico Vogler bleiben die Kapitel angenehm kurz und der Spannungsbogen wird dauerhaft hochgehalten. Gleichzeitig ermöglichen die verschiedenen Perspektiven einen besonders intensiven Blick auf die Ereignisse.
Vor allem das Thema Künstliche Intelligenz spielt in diesem Thriller eine essenzielle Rolle. Das Buch zeigt eindrucksvoll, welche Gefahren durch Identitätsdiebstahl und moderne Technologien entstehen können. Wo früher gestohlene Geldkarten genutzt wurden, sorgen heute gefälschte Videos, Stimmen oder Telefonanrufe dafür, dass Wahrheit und Manipulation kaum noch voneinander zu unterscheiden sind.
Jan Beck hat diese hochaktuellen Themen hervorragend in die Handlung eingebunden und daraus einen packenden Thriller geschaffen, der mich komplett überzeugen konnte. Die düstere Atmosphäre, die ständigen Wendungen und das hohe Tempo machen „Zimmer 203“ zu einem echten Pageturner. Von mir gibt es dafür volle 5 von 5 Sterne. Nun bin ich sehr gespannt auf den dritten und vermutlich letzten Teil der Reihe, in dem wir einen Blick in das geheimnisvolle Zimmer 777 werfen dürfen.
Simon Dorn und Lea Wagner ermitteln
- Dorn - Hotel der Angst - Zimmer 103
- Dorn - Ruf der Toten - Zimmer 203
Der Autor
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| LBM 2026 |
[Quelle: Penguin Verlag]
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Das Buch wurde mir vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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