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Ein ungewöhnliches Konzept für Leseanfänger – „Wo tut es weh?“
Auf der BuchBerlin gab es wieder jede Menge kleiner Verlage und Autoren zu entdecken. Besonders aufgefallen ist mir dabei der Lauter Verlag mit seinem ganz eigenen Konzept. Vor Ort hatte ich außerdem die Gelegenheit, die Autorin und Verlegerin Inge Bosse persönlich kennenzulernen und mehr über die Idee hinter den Büchern zu erfahren.
Heute möchte ich euch das Buch „Wo tut es weh?“ aus dem Lauter Verlag etwas näher vorstellen.
Wo tut es weh?
Autorin und Illustratorin
Inge Bosse
Verlag
Lauter Verlag
Medium: Hardcover
Seitenzahl: 32
Preis: 18,00 € (Verlag | Amazon*)
Erschienen: 21.03.2024
ISBN: 978-3-911098-16-8
Bewertung: ★★★★★
Inhalt
In diesem Buch wird die Geschichte eines Uhus erzählt, der anderen Tieren hilft, die in Not sind. Dabei begegnet er unter anderem einem Yak, dem der Po weh tut, oder einem Gnu, das Schmerzen am Huf hat.
Die Handlung ist bewusst einfach gehalten und wird im Comicstil erzählt. Kurze, knappe Sätze führen durch die Geschichte und machen es gerade für Leseanfänger besonders zugänglich.
Besonderheiten
Das Besondere an diesem Buch ist eindeutig das sprachliche Konzept. Es werden ausschließlich Wörter mit zwei oder drei Buchstaben verwendet. Dadurch entsteht eine ganz eigene Art zu lesen, die vor allem für Kinder, die gerade das Lesen lernen, sehr spannend sein kann.
Ein kleines Extra ist zudem im Buch versteckt: So findet sich ein Wort mit vier Buchstaben, das bewusst heraussticht.
Darüber hinaus sind Doppellaute farblich markiert, was das Lesen zusätzlich unterstützt und den Lernaspekt verstärkt.
Meine Meinung
„Wo tut es weh?“ ist ein wirklich originelles Buch, das sich klar von anderen Kinderbüchern abhebt. Besonders interessant finde ich die konsequente Umsetzung des Konzepts, das ich so vorher noch nicht gesehen habe.
Gerade für Leseanfänger bietet das Buch eine gute Möglichkeit, erste Erfolgserlebnisse beim Lesen zu sammeln. Durch die kurzen Sätze und den Comicstil bleibt die Motivation erhalten, auch wenn die Geschichte insgesamt eher einfach gehalten ist.
Fazit
Ein besonderes Kinderbuch mit einem innovativen Ansatz, das sich vor allem für Leseanfänger eignet und durch seine klare Struktur überzeugt. Kleine Abstriche gibt es bei der inhaltlichen Tiefe, weshalb ich insgesamt 4 von 5 Sternen vergebe.
Die Autorin
Inge Bosse ist alleinerziehende Mutter von vier Kindern und hat diese während ihrer Schulzeit intensiv begleitet. Besonders die Corona-Zeit stellte die Familie vor Herausforderungen, vor allem im Bereich des Lesens und Lernens. Die Leseschwierigkeiten ihres jüngsten Kindes wurden schließlich zum Auslöser, ihren lang gehegten Kindheitstraum zu verwirklichen und Kinderbücher zu schreiben.
Seitdem entstehen ihre Geschichten mit dem Ziel, Kinder beim Lesenlernen zu unterstützen und ihnen Freude am Lesen zu vermitteln. Dabei profitiert sie auch von ihrem Beruf als Mediengestalterin, der es ihr ermöglicht, ihre Bücher nach eigenen Vorstellungen zu gestalten und zu illustrieren.
Mehr zur Autorin/Verlag findet ihr hier: Website | Instagram
Das Kinderbuch wurde mir vom Lauter Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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