Freitag, 6. März 2026

Rezension: Die Burg

[Werbung, selbstgekauft]

Wenn die KI das Spiel übernimmt – „Die Burg“ von Ursula Poznanski



Buchtitel

Die Burg

Autorin

Ursula Poznanski

Verlag

Droemer Knaur*

Medium: Hardcover
Seiten: 400
Preis: 24,00 € (Verlag | Amazon*)
Erschienen: 01.02.2024

ISBN: 978-3-426-44837-3

Bewertung: ★★★★★


Mit ihrem Thriller „Die Burg“ greift die österreichische Autorin Ursula Poznanski ein hochaktuelles Thema auf: den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die möglichen Risiken, die damit verbunden sein können.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Milliardär Nevio, der die stark verfallene Burg Greiffenau wieder aufbauen lässt. Doch er investiert nicht nur enorme Summen in die Restaurierung des historischen Gemäuers. In den Kellern und angrenzenden Tunneln entsteht gleichzeitig etwas völlig Neues: eine futuristische Escape-Room-Anlage.

Die zukünftigen Besucher erwarten fünf weit verzweigte Tunnelsysteme mit mehreren Escape-Rooms. Dabei setzt Nevio auf modernste Technik. Riesige LED-Bildschirme sind nahtlos in Wände, Böden und sogar Decken integriert. Dadurch lassen sich nahezu beliebige Szenarien erschaffen, die die Besucher vollständig in eine andere Welt eintauchen lassen.

Gesteuert wird das gesamte System von KIsmet, einer hochentwickelten künstlichen Intelligenz. Von einem Kontrollraum aus überwachen Mitarbeiter das Geschehen. Auch die Türen zwischen den einzelnen Räumen sind mit LED-Bildschirmen ausgestattet. Über Touchscreens müssen die Besucher Rätsel lösen, um in den nächsten Bereich zu gelangen.

Bevor die Anlage offiziell eröffnet wird, soll jedoch ein erster Testlauf stattfinden. Dazu wurde eine bunt gemischte Gruppe eingeladen: die Influencerin Yvonne Rothe, Maxim Ascher, der selbst einen Escape-Room betreibt, der Historiker Professor Melerski, der ehemalige Olympiaschwimmer Emil Strauss sowie Petra Seifert, die ihre Teilnahme bei einem Preisausschreiben gewonnen hat. Betreut werden sie von den Mitarbeitern Alissa, Chris und Yannek.

Zu Beginn dürfen die Teilnehmer ihre Wünsche äußern, welches Thema ihr Testlauf haben soll. Auf Basis dieser Angaben erstellt KIsmet passende Räume und Rätsel. Gemeinsam mit Nevio und Yannek startet schließlich die Tour durch die unterirdische Anlage.

Was zunächst wie ein gewöhnlicher Testlauf wirkt, entwickelt sich jedoch schnell zu einer ganz besonderen Erfahrung. Die Rätsel beziehen sich plötzlich auf sehr persönliche Ereignisse aus dem Leben der Teilnehmer. Offenbar hat KIsmet Zugriff auf umfangreiche Datenbanken – sogar auf Informationen aus längst vergessenen oder bereits gelöschten Onlinebeiträgen.

Ursula Poznanski zeigt eindrucksvoll, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz auch gefährliche Seiten haben kann. Die Situation in den Kellern der Burg spitzt sich zunehmend zu, und das ursprünglich geplante Ziel – die Anlage zu verlassen und den Abend bei einem gemütlichen Essen ausklingen zu lassen – rückt immer weiter in die Ferne.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die unterschiedlichen Protagonisten sorgen für abwechslungsreiche Perspektiven und schaffen Raum für viele spannende und vielschichtige Situationen. Dadurch bleibt das Buch durchgehend kurzweilig und fesselnd. Besonders gelungen finde ich, dass es der Autorin gelingt, die Spannung bis zum Ende hochzuhalten und mich mit dem Ausgang der Geschichte zu überraschen.

Von mir erhält Die Burg daher volle 5 von 5 Sternen.



Verlagstrailer



Die Autorin

Ursula Poznanski lebt mit ihrer Familie in Wien. Die ehemalige Medizinjournalistin ist eine der erfolgreichsten Autorinnen deutscher Sprache: Mit ihren Jugendbüchern und Thrillern für Erwachsene ist sie Jahr für Jahr ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden, ihre begeisterte Leserschaft hat ihr zu einer deutschen Gesamtauflage von bereits fünf Millionen Exemplaren verholfen.

[Quelle: Droemer Knaur]


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